Der Wettlauf zum Südpol 1911-1912 zwischen dem Norweger Roald Amundsen und dem Briten Robert Scott ist eine der dramatischsten Geschichten der Entdeckungsgeschichte — ein Duell mit tödlichem Ausgang.
Wer erreichte den Südpol zuerst?
Roald Amundsen erreichte den Südpol am 14. Dezember 1911 — 35 Tage vor Robert Scott. Amundsen hatte mit Hundeschlitten und sorgfältiger Planung gearbeitet. Sein Basislager „Framheim“ lag 150 km näher am Pol als Scotts Lager. Scott traf am 17. Januar 1912 am Pol ein und fand dort Amundsens Zelt und Flagge vor — eine vernichtende Enttäuschung.
Warum scheiterte Scott?
Scotts Expedition setzte auf Ponys und Mannzug statt Hunde und war schlechter verproviantiert. Auf dem Rückweg verschlechterte sich das Wetter dramatisch. Scotts Begleiter Edgar Evans starb an einer Kopfverletzung, Lawrence Oates ging freiwillig in den Blizzard mit den berühmten Worten „I am just going outside and may be some time.“ Scott und die zwei verbliebenen Begleiter starben in ihrem Zelt, nur 18 km vom nächsten Depot entfernt. Ihre Leichen wurden im November 1912 gefunden.
Häufig gestellte Fragen
Wie unterschieden sich die Strategien?
Amundsen: Hundeschlitten, leichte Ausrüstung, effiziente Route. Scott: Ponys, Motorschlitten (versagten), Mannzug auf dem Plateau.
Wurde Scott zum Helden?
Ja, in Großbritannien wurde er als tragischer Held gefeiert. Sein Tagebuch, das bei seiner Leiche gefunden wurde, ist ein ergreifendes Dokument.
