Das Umweltschutzprotokoll zum Antarktisvertrag — auch Madrid-Protokoll genannt — wurde 1991 beschlossen und erklärt die Antarktis zum „dem Frieden und der Wissenschaft gewidmeten Naturreservat“.
Was verbietet das Madrid-Protokoll?
Der wichtigste Punkt: Bergbau und Rohstoffabbau sind in der Antarktis verboten — mindestens bis 2048. Das Protokoll trat 1998 in Kraft und enthält sechs Anlagen: Umweltverträglichkeitsprüfung, Schutz der Tier- und Pflanzenwelt, Abfallbehandlung, Meeresumweltverschmutzung, Verwaltung geschützter Gebiete und Umwelthaftung.
Was passiert 2048?
Ab 2048 können Änderungen am Bergbauverbot beantragt werden — doch jede Änderung braucht die Zustimmung aller Konsultativstaaten. Umweltschützer befürchten, dass wirtschaftliche Interessen an antarktischen Rohstoffen (Öl, Gas, Mineralien) zunehmen könnten. Aktuell gibt es jedoch breiten politischen Konsens, das Verbot beizubehalten.
Häufig gestellte Fragen
Wer überwacht die Einhaltung?
Die Vertragsstaaten selbst, über gegenseitige Inspektionen und Berichtspflichten. Das Umweltbundesamt ist in Deutschland zuständig.
