Das Eis der Antarktis enthält genug Wasser, um den globalen Meeresspiegel um 58 Meter zu heben. Die Frage ist nicht ob, sondern wie viel und wie schnell es schmilzt.
Wie stark steigt der Meeresspiegel durch die Antarktis?
Aktuell trägt die Eisschmelze der Antarktis etwa 0,5 mm pro Jahr zum globalen Meeresspiegelanstieg bei. Das klingt wenig, aber die Rate beschleunigt sich. Zusammen mit Grönland, anderen Gletschern und der thermischen Ausdehnung des Meerwassers steigt der Meeresspiegel derzeit um 3,7 mm pro Jahr — mehr als doppelt so schnell wie noch in den 1990ern.
Was sagen die Prognosen für 2100?
Der IPCC prognostiziert je nach Emissionsszenario 30 cm bis über 1 Meter Anstieg bis 2100. Ein Worst-Case-Szenario mit instabilem westantarktischen Eisschild könnte sogar 2 Meter bedeuten. Die Bedmap3-Karte (2025) zeigte, dass der antarktische Eisschild dicker ist als gedacht — was das Gesamtpotenzial auf 58 Meter Meeresspiegelanstieg korrigierte.
Was würde 1 Meter Anstieg bedeuten?
Ein Meter reicht, um 150 Millionen Menschen weltweit zu bedrohen und Inselnationen unbewohnbar zu machen. Hamburg, Amsterdam, Shanghai, Miami und Dhaka gehören zu den am stärksten gefährdeten Städten. Bangladesh, die Malediven und Tuvalu wären existenziell bedroht. Auch die deutsche Nordseeküste müsste massiv aufgerüstet werden.
Häufig gestellte Fragen
Wann schmilzt alles Eis?
Bei heutigem Tempo: tausende Jahre. Aber Kipppunkte könnten den Prozess dramatisch beschleunigen.
Steigt der Meeresspiegel überall gleich?
Nein, durch Schwerkraft- und Rotationseffekte steigt er regional unterschiedlich. Schmelzendes Antarktis-Eis hebt den Meeresspiegel besonders in der Nordhalbkugel.
