Die Geschichte der Antarktis-Erforschung reicht von den antiken Griechen, die einen Südkontinent vermuteten, über das dramatische Heroische Zeitalter bis zur modernen Wissenschaftsära.

Wann wurde die Antarktis entdeckt?

Die erste gesicherte Sichtung erfolgte 1820 — gleich drei Nationen beanspruchen die Entdeckung. Der russische Kapitän Fabian Gottlieb von Bellingshausen, der britische Marineleutnant Edward Bransfield und der amerikanische Robbenjäger Nathaniel Palmer sahen den Kontinent unabhängig voneinander innerhalb weniger Tage.

Was war der Wettlauf zum Südpol?

1911-1912 lieferten sich Roald Amundsen und Robert Scott ein dramatisches Rennen zum Südpol. Amundsen erreichte den Pol am 14. Dezember 1911, Scott 35 Tage später. Scotts Expedition endete tragisch — er und vier Begleiter starben auf dem Rückweg. Dieses Duell gehört zu den bekanntesten Geschichten der Entdeckungsgeschichte.

Wie wird die Antarktis heute genutzt?

Seit dem Antarktisvertrag von 1959 ist der Kontinent der Wissenschaft und dem Frieden gewidmet. Militärische Nutzung und Bergbau sind verboten. Rund 100 Forschungsstationen betreiben Wissenschaft, und jährlich besuchen rund 100.000 Touristen den Kontinent.

Häufig gestellte Fragen

War die Antarktis immer eisbedeckt?

Nein, vor 50 Millionen Jahren war sie bewaldet mit einem gemäßigten Klima. Die Vereisung begann vor etwa 34 Millionen Jahren.

Wer war zuerst in der Antarktis?

Die erste bestätigte Landung war 1895 durch ein norwegisches Walfangschiff an der Küste von Kap Adare.