Die Antarktis ist das größte natürliche Labor der Welt — rund 100 Forschungsstationen von 29 Nationen betreiben hier Spitzenforschung in Klimawissenschaft, Biologie, Geologie und sogar Astronomie.

Was wird in der Antarktis erforscht?

Die Forschungsschwerpunkte reichen von Klimarekonstruktion über Meeresbiologie bis zur Neutrinoforschung. Eisbohrkerne liefern Klimadaten über 800.000 Jahre. Die trockene, saubere Luft macht die Antarktis ideal für astronomische Beobachtungen. Die isolierten subglazialen Seen sind Modelle für die Suche nach außerirdischem Leben.

Welche Länder forschen in der Antarktis?

29 Nationen betreiben Konsultativstationen — darunter Deutschland mit der Neumayer-Station III und dem Forschungsschiff Polarstern. Die USA betreiben die größten Stationen (McMurdo und Amundsen-Scott am Südpol). Russland, China, Australien, Großbritannien und viele weitere Nationen sind ebenfalls vertreten.

Wie viele Menschen leben in der Antarktis?

Im Sommer (November–März) arbeiten etwa 5.000 Menschen in der Antarktis, im Winter nur rund 1.000. Es gibt keine permanente Bevölkerung. Das Leben auf den Stationen ist geprägt von Isolation, extremer Kälte und langen Dunkelperioden im Winter. Die psychologischen Belastungen werden selbst erforscht — als Vorbereitung für zukünftige Mars-Missionen.

Häufig gestellte Fragen

Kann man als Wissenschaftler in die Antarktis?

Ja, über Forschungsprogramme der jeweiligen nationalen Polarinstitute, z.B. das Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Deutschland.

Gibt es Internet in der Antarktis?

Ja, über Satelliten, aber mit begrenzter Bandbreite. An größeren Stationen wie McMurdo gibt es E-Mail und eingeschränkten Webzugang.