Die Antarktis wurde 1820 zum ersten Mal von Menschen gesichtet — doch wer genau der Entdecker war, ist bis heute umstritten. Drei Nationen beanspruchen den Ruhm.
Wer entdeckte die Antarktis?
Im Januar 1820 sichteten unabhängig voneinander drei Seefahrer den Kontinent. Der russische Kapitän Fabian Gottlieb von Bellingshausen sah am 27. Januar Eis, das er als Teil eines Kontinents interpretierte. Nur zwei Tage später sichtete der britische Edward Bransfield die Spitze der Antarktischen Halbinsel. Der Amerikaner Nathaniel Palmer folgte im November. Wer der „wahre“ Entdecker war, hängt davon ab, ob man die Sichtung von Eis oder von Land als Entdeckung wertet.
Wer betrat als Erster das Festland?
Die erste bestätigte Landung auf dem antarktischen Kontinent erfolgte 1895. Ein Team des norwegischen Walfangschiffs „Antarctic“ unter Kapitän Leonard Kristensen ging an Kap Adare an Land. Die erste Überwinterung folgte 1898 durch die belgische Expedition unter Adrien de Gerlache.
Häufig gestellte Fragen
Wusste man vorher von der Antarktis?
Schon die alten Griechen vermuteten einen Südkontinent („Terra Australis“). James Cook umsegelte 1773 als Erster die Antarktis, ohne sie zu sehen.
