Die Antarktis verliert immer schneller Eis — der Verlust hat sich seit den 1990er Jahren verdreifacht. Besonders der Thwaites-Gletscher, auch „Doomsday-Gletscher“ genannt, bereitet Wissenschaftlern große Sorgen.

Wie schnell beschleunigt sich die Eisschmelze?

Von 40 Milliarden Tonnen Eisverlust pro Jahr in den 1990ern auf über 150 Milliarden Tonnen — eine Verdreifachung. Satellitendaten der GRACE- und GRACE-FO-Missionen zeigen eine klare Beschleunigung. In der Westantarktis sind die Verluste am dramatischsten. Warmes Zirkumpolares Tiefenwasser dringt unter die Schelfeise und schmilzt sie von unten — ein Prozess, der sich selbst verstärken kann.

Was ist der Thwaites-Gletscher?

Der Thwaites-Gletscher wird „Doomsday-Gletscher“ genannt, weil sein Zusammenbruch den Meeresspiegel um 65 cm heben könnte. Er ist so groß wie Großbritannien und verliert jährlich etwa 50 Milliarden Tonnen Eis. Unterwasser-Roboter haben gezeigt, dass warmes Wasser die Aufsetzlinie — dort, wo der Gletscher auf dem Meeresboden aufliegt — schneller zurückdrängt als erwartet. Sein Rückzug könnte benachbarte Eismassen destabilisieren.

Häufig gestellte Fragen

Wie wird die Eisschmelze gemessen?

Durch Schwerefeld-Satelliten (GRACE), Höhenmessungen (CryoSat-2), GPS-Stationen und Unterwasser-Roboter unter den Schelfeisen.

Ist die Schmelze aufzuhalten?

Die Erwärmung lässt sich verlangsamen, aber einige Schmelzprozesse haben möglicherweise Kipppunkte überschritten.