Antarktische Eisberge gehören zu den gewaltigsten Naturphänomenen der Erde — manche sind so groß wie ganze Bundesländer und treiben jahrelang durch den Südlichen Ozean.
Wie entstehen Eisberge?
Eisberge entstehen durch „Kalben“ — das Abbrechen von Eismassen von Schelfeisen oder Gletscherfronten. Antarktische Eisberge sind typischerweise tafelförmig mit steilen Seiten und flacher Oberfläche, ganz anders als die zerklüfteten arktischen Eisberge. Nur etwa 10 % des Eisbergs ragen über die Wasseroberfläche — der gewaltige Rest ist unter Wasser verborgen.
Wie groß war der größte Eisberg?
Der Eisberg B-15, der im Jahr 2000 vom Ross-Schelfeis kalbte, war mit 11.000 km² so groß wie Jamaika. Er zerbrach später in kleinere Stücke, von denen einige noch Jahre später existierten. Der Eisberg A-23a mit rund 4.000 km² ist einer der größten aktuell treibenden Eisberge und macht seit 2023 Schlagzeilen auf seinem Weg nach Norden.
Warum sind Eisberge wichtig?
Eisberge transportieren Süßwasser und Nährstoffe in den Ozean und beeinflussen das marine Ökosystem. Wenn sie schmelzen, setzen sie Eisen und andere Mineralien frei, die das Planktonwachstum fördern. Große Eisberge können auch Meeresströmungen beeinflussen und Schifffahrtsrouten blockieren.
Häufig gestellte Fragen
Sind Eisberge gefährlich?
Ja, auch heute noch. Schiffe in antarktischen Gewässern nutzen Radar und Satellitenbilder zur Erkennung.
Wie weit treiben antarktische Eisberge?
Bis zum 40. Breitengrad — so weit nördlich wie Neuseeland. A-23a trieb 2024 bis in den Südatlantik.
