Der antarktische Eisschild ist die größte Eismasse der Erde: 26,5 Millionen Kubikkilometer Eis, die 70 Prozent des gesamten Süßwassers unseres Planeten enthalten.

Wie viel Eis gibt es in der Antarktis?

26,5 Millionen km³ Eis — genug, um den Meeresspiegel um 58 Meter zu heben. Im Durchschnitt ist das Eis 2.160 Meter dick, an der dicksten Stelle in der Ostantarktis bis zu 4.800 Meter. Das Eis bedeckt 98 % der Fläche des Kontinents. Nur die Spitzen der höchsten Berge und die Dry Valleys nahe McMurdo sind eisfrei.

Was sind Eisströme?

Eisströme sind schnell fließende Flüsse aus Eis innerhalb des Eisschildes. Sie transportieren Eis vom Inneren des Kontinents zur Küste, wo es als Eisberge kalbt oder Schelfeise speist. Der Thwaites-Gletscher und der Pine-Island-Gletscher in der Westantarktis fließen mehrere Kilometer pro Jahr — und beschleunigen sich.

Wie alt ist das älteste Eis?

Eisbohrkerne aus der Antarktis reichen bis zu 800.000 Jahre zurück und enthalten eingeschlossene Luftblasen — winzige Zeitkapseln der Atmosphäre. Das EPICA-Projekt bohrte in der Ostantarktis 3.270 Meter tief. Die Luftblasen zeigen, wie CO₂ und Temperatur über Hunderttausende von Jahren schwankten. Aktuell suchen Wissenschaftler nach Eis, das 1,5 Millionen Jahre alt sein könnte.

Häufig gestellte Fragen

Schmilzt das Eis der Antarktis?

Ja, der Kontinent verliert etwa 150 Milliarden Tonnen pro Jahr, mit steigender Tendenz. Details unter Eisschmelze.

Was passiert mit dem Eis im Sommer?

An der Küste und auf der Halbinsel gibt es Schmelzwasser. Im Inneren bleibt das Eis ganzjährig gefroren.