Der Antarktisvertrag von 1959 ist das Fundament der internationalen Zusammenarbeit in der Antarktis — er garantiert friedliche Nutzung, freie Wissenschaft und das Verbot militärischer Aktivitäten.
Was regelt der Antarktisvertrag?
Der Vertrag wurde am 1. Dezember 1959 von zwölf Staaten unterzeichnet und trat 1961 in Kraft. Seine Kernpunkte: Die Antarktis darf nur für friedliche Zwecke genutzt werden. Wissenschaftliche Forschung ist frei und Ergebnisse müssen geteilt werden. Militärische Aktivitäten, Atomtests und die Lagerung radioaktiver Abfälle sind verboten. Gebietsansprüche werden eingefroren — nicht anerkannt, aber auch nicht aufgegeben.
Wie viele Staaten haben unterzeichnet?
Mittlerweile sind 56 Staaten dem Vertrag beigetreten, 29 davon als Konsultativstaaten mit Stimmrecht. Die ursprünglichen 12 Unterzeichner waren: Argentinien, Australien, Belgien, Chile, Frankreich, Japan, Neuseeland, Norwegen, Russland (damals UdSSR), Südafrika, UK und USA. Deutschland trat 1979 bei.
Häufig gestellte Fragen
Kann der Vertrag aufgelöst werden?
Theoretisch ja, nach einer Überprüfungskonferenz. In der Praxis ist er politisch stabil und wird von allen Parteien gestützt.
Gilt der Vertrag auch für Touristen?
Indirekt ja. Das Umweltschutzprotokoll enthält Regeln, die auch für Touristen gelten. IAATO ergänzt diese mit freiwilligen Richtlinien.
